Minimalismus pur: Ein ikonischer Hocker wird 90

Der von Alvar Aalto entworfene „Stool 60“ von Artek feiert heuer sein 90-jähriges Bestehen. Zum Jubiläum gibt es drei Sondereditionen.

„Ich brauch’ Tapetenwechsel, sprach die Birke ...“: Im Lied von Hildegard Knef endet der abenteuerlustige Baum als Kommode. Während sie hierzulande viele Gärten ziert, ist die Birke in Finnland ein häufig verwendetes Möbelholz. Daraus entwarf auch der finnische Architekt Alvar Aalto ein ikonisches Möbelstück: Der „Stool 60“ von Artek ist in seiner Schlichtheit heute noch so überzeugend wie damals und eignet sich gleichermaßen als Sitz, Tisch, Aufbewahrungseinheit oder Ausstellungsfläche.

Artek

Sonderedition "Villi": Der aus wilder Birke gefertigte Hocker darf auch Astlöcher oder Einschließungen aufweisen

Das Besondere daran: Die gebogenen Beine des Hockers, denn die harte Birke ließ sich nicht so einfach biegen. 48 Arbeitsschritte sind in der finnischen Manufaktur bis heute nötig, um den Hocker zu fertigen. Seit 1933 wird der „Stool 60“ kontinuierlich produziert und hat sich weder im Material noch in der Form verändert, dennoch übertrifft er weiterhin Zeit und Mode.

Einen kleinen „Tapetenwechsel“ gibt es anlässlich des 90-jährigen Jubiläums aber dennoch: Die Sonderedition „Villi“ (Bild) entstand in Zusammenarbeit mit dem italienischen Designstudio Formafantasma. Für „Villi“ wird die „wilde Birke“ verwendet. Jenes Holz, das für die Standardversion ausgesiebt wird. Kleine Astlöcher werden zelebriert, im Sinne der Nachhaltigkeit. Je nach Ausführung ist „Villi“ ab € 270,- erhältlich , z.B. bei Zimmer in Wien 1080.

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