Eugen Otto: „Wohnen ist unglaublich teuer geworden“

Eugen Otto, Inhaber der gleichnamigen Immobilienfirma und Spezialist für Zinshäuser, im KURIER-Interview.

Dass von einem Immobilien-Makler der Satz „Wohnen ist unglaublich teuer geworden“ zu hören ist, ist ungewöhnlich. Eugen Otto, Inhaber der gleichnamigen Immobilienfirma und Spezialist für Zinshäuser,  ist im KURIER-Gespräch ehrlich.

Die vergangenen Jahre seien außergewöhnlich gewesen, mit extrem niedrigen Zinsen, einer riesigen Nachfrage und einer fast panikartigen Manier, in Immobilien zu investieren. „Jetzt ist  alles anders“, sagt Eugen Otto. „Es gibt hohe Preise, hohe Kosten und eine reduzierte Geschwindigkeit auf dem Markt.“ Von Stillstand sei man aber weit entfernt.

Wieder mehr Objekte

Seit der ersten Jahreshälfte 2022 seien die  Transaktionen  spürbar zurückgegangen. „Wir erleben ein neues Realitätsbewusstsein, eine reale Betrachtung der Situation“, sagt Otto. Aktuell gebe es wieder mehr Objekte auf dem Markt – ein Vorteil für Käufer. Auch Verhandeln sei wieder möglich. Insgesamt gab es 2022 eine leichte Preiskorrektur, auch für 2023 sei das zu erwarten.

Eigentumsrecht der Vermieter

Markteingriffe wie Preisbremsen sieht Eugen Otto naturgemäß kritisch. „Manipulationen sind  ein künstlicher Eingriff, und ich finde, hier braucht es Fairness“, sagt er. Eigentümer, die in ein Haus oder eine Wohnung  investierten, sollten auch die Möglichkeit haben, diese Investitionen wieder zurückverdienen zu können. Er verweist auf das Eigentumsrecht der Vermieter und darauf, dass man mit Transferleistungen und Beihilfen treffsicher unterstützen müsse. Zudem: „Bei den politischen Verhandlungen werden andere Dinge miteinbezogen, die mit der Notwendigkeit des Marktes nichts zu tun haben.“

Das große Interview gibt’s am Samstag im KURIER IMMO und auf KURIER TV.

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