Design der Woche: Flechtkunst aus Südamerika

Mit einer Mischung aus kolumbianischen Traditionen, innovativem Design und Einbeziehung lokaler Talente hat Tucurinca den karibischen Stuhl neu erfunden.

Was auf den ersten Blick an den bekannten Spaghetti-Stuhl aus den 1970er-Jahren erinnert, stammt aus dem Familienunternehmen Tucurinca in Kolumbien, das 2014 von den Brüdern Rafael Francisco Zúñiga Lacouture und Manuel J. Zúñiga Lacouture gegründet wurde.

Das kolumbianische Volk war schon immer stark mit der Flecht-Tradition verbunden. Das Wissen über die Flechtkunst blieb über all die Jahre in den ländlichen Gebieten erhalten. Dabei ist es gelungen, traditionelle Techniken mit modernen Materialien zu kombinieren. PVC-Schnüre und andere Materialien wie Zuncho und Cabuya, die ursprünglich auf Bananenplantagen verwendet wurden, werden nun als Hauptmaterialien für die Herstellung von Stühlen eingesetzt.

60 lokale Künstler

Auch die beiden Brüder sind mit der Flecht-Tradition aufgewachsen. Als sie bemerkten, dass das Interesse an traditionellen Designs immer weiter stieg, hatten die beiden Gründer ein Ziel: Die kolumbianische Flecht-Tradition wieder aufleben zu lassen. Was mit einem Künstler begann, ist nun ein internationales Familienunternehmen, das rund 60 Künstler beschäftigt. Alle In- und Outdoormöbel mit traditionellen Farben und Mustern werden von Hand im Tucurinca Headquarter in Santa Marta gefertigt.

Den „La Perla II-Chair“ mit ikonischem Muster gibt es um 425 Euro.

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