Der neue Alpenchic

Das Hirschgeweih hat ausgedient, die Verbindung zur Natur bleibt. Natürlich und stilvoll zeigen sich Österreichs Alpenhotels.

Zentrale Lage, exklusiver Service und das am besten zu einem günstigen Preis – Kriterien wie diese sind nicht mehr ausreichend, um als Hotel bei jungen Urlaubsgästen zu punkten. Das Design ist ebenfalls ausschlaggebend dafür, welches Hotel sie buchen. Eine Studie des britischen Versicherungsunternehmens Schofields fand heraus, dass 40 Prozent der 18- bis 33-Jährigen ihre Reiseziele und das Hotel nach deren „instagrammability“ aussuchen.

CHRISTIAN SCHNEIDER PHOTOGRAPHY

Kurz gesagt: Ist die Unterkunft fesch, stylisch und lässt sie sich fototechnisch gut in Szene setzen, übernachtet man lieber dort. Auch der österreichische Architekt Johann Thurner von Thurner Generalplanung bestätigt, dass das Design eine immer größere Rolle spielt: „Sehr viele Hotels in ganz Österreich haben vor kurzem renoviert und setzen jetzt auf den neuen Alpenchic.“

3D-Manufaktur Erler & Ceolan Gnb

Der neue Alpenchic besticht vor allem durch Naturmaterialien. Holz und Stein geben den Ton an – sowohl bei der Architektur als auch beim Interieur. „Kombiniert wird das mit Lodenkissen, Schafwolldecken, Wollteppiche, aber vor allem mit Materialien, die aus der Region kommen“, so Thurner. Große Fenster, ja ganze Wände aus Glas, für die perfekte Aussicht auf Wald und Wiesen gehören zum Erholungsfaktor dazu.

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Auffallend ist auch das immer wieder kehrende Farbmuster, auf das moderne Alpenhotels setzen. Die Basis bilden erdige Farben: Beige, Braun, Grau. Mit leuchtenden Farben werden Akzente gesetzt. „Violett ist bereits überholt, das haben schon zu viele. Gelb ist vollkommen aus der Mode und Königsblau oder Lachsrosa sind im Kommen“, so der Architekt.

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Wer jetzt an Hirschgeweihe, geschnitzte Herzerln und baumelnde Kuhglocken als zusätzliches Highlight in der Hoteleinrichtung denkt, irrt. Die Deko wird auf ein Minimum reduziert. Thurner dazu: „Früher hat die Bauherrin Unmengen in die Deko des Hotels investiert. Heute lässt man den Raum für sich sprechen.“

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