Café, Bar und Restaurant in einem

Die Bar „Praterstraße“ will von früh bis spät die richtige Adresse sein. Das Konzept zeigt sich in der Gestaltung der Räume.

Die Wiener Praterstraße ist ab sofort um einen Gastronomietempel reicher. In die ehemaligen ATV Studios an der Ecke Praterstraße Aspernbrückengasse ist eine neue Bar eingezogen, die vor einer Woche ihre Pforten öffnete. Pächter sind die erfahrenen Betreiber von Top-Locations wie Babenberger Passage und Pratersauna, Heinz Tronigger und Hennes Weiß, gemeinsam mit zwei weiteren Partnern. Ihr Multi-Channel-Konzept vereint Café, Lounge, Kunstraum, Bar und Club. Im Zentrum befindet sich die lange Bar. Im Sommer soll das Angebot durch Coffee-to-go und einen Foodstand ergänzt werden.

Vom Fernsehstudio zur Bar

Praterstraße/Matthias Mato Johannik

Das Interieur baut auf den Einreichplan von Arkan Zeytinoglu Architects auf, dem ehemaligen Fernsehstudio wurde planerisch eine neue Identität gegeben. Die Aufgabenstellung der Bauherren zielte darauf ab, einen Brückenschlag zwischen der Disco Musik der 70er-Jahre und der modernen House Musik gestalterisch umzusetzen. Die Gestaltung setzt daher auf die Materialien Marmor, High-Tech-Lamellen und Aluminium-Schaumplatten. Retro Materialien werden so mit modernen kombiniert.

Orangeroter Faden

Praterstraße/Matthias Mato Johannik

Die Räumlichkeiten und damit auch das Farbkonzept durchzieht ein orangeroter Faden, der sich in vielen Details bemerkbar macht. „An jeder Ecke gibt es ein anderes Highlight zu sehen“, fasst Philipp Brandstätter von Branddesigners zusammen, der gemeinsam mit Andreas Pust für die Innenausstattung verantwortlich war. „Damit man bei jedem Besuch immer etwas Neues entdecken kann.“ Es treffen 70er-Jahre Retro-Elemente auf modernes Design und ein von Lichterloh.tv entwickeltes Lichtkonzept. Gemütliche Ledercouchen sind rund um die zentrale Theke angeordnet.

Wandelt sich mehrmals

Besonders spannend: Geplant ist, dass sich das Lokal im Laufe des Tages mehrmals wandelt. Zunächst wird die „Praterstraße“ als Morgenespresso in den Tag starten, um sich dann wenig später in eine Location für den Mittagstisch zu wandeln und schließlich ein gemütliches Nachmittagscafé zu bieten. Am Abend soll das Lokal schließlich eine Afterwork-Cocktailbar sein, in den Nachtstunden ein Treffpunkt für Musik-Liebhaber samt Tanzfläche wird. Multi-Channel Gastronomie nennt man das Konzept.