Brunch-Idee: Wie zwei Wiener mit Skandi-Style ihr Geld verdienen

Beim Brunch hatten Patrick Fischer und Sebastian Fritz die Idee für ihre Firma: Alltagsgegenstände im minimalistischen Design anzubieten.

Was im Jahr 2017 mit der Vision begann, eine ästhetisch ansprechende Pfeffermühle zu entwerfen, wurde für die beiden Gründer und Designautodidakten Sebastian Fritz und Patrick Fischer kurze Zeit später zum eigenen erfolgreichen Unternehmen. Mittlerweile vertreiben sie unter der Marke Lars Nysøm minimalistisch designte Produkte für den alltäglichen Gebrauch in mehr als einem Dutzend Ländern weltweit und haben bereits mehrere Design-Awards gewonnen. Neben Küchenutensilien wie Brotboxen, Käsemesser und Gewürzmühlenset sind auch Kaffeebecher und Trinkflaschen in zeitlosen Modefarben beliebt. Wie es zu dem skandinavisch anmutenden Namen und der Produktpalette kam, erzählen die beiden Familienväter im Interview.

KURIER: Wer ist denn nun der ominöse Lars Nysøm?

Patrick Fischer: Wir haben uns lange überlegt, wie unser Unternehmen heißen könnte und verschiedene Variationen ausprobiert. Aber letztlich war uns klar: Wir wollen skandinavischen Lifestyle vermitteln, das soll auch der Markenname klar aussagen. Lars Nysøm ist sozusagen unser Alter Ego.

Lars Nysom

Ihr beide kommt ursprünglich nicht aus der Designbranche, wie seid ihr da auf die Idee gekommen, schöne Produkte zu kreieren?

Sebastian Fritz: Stimmt. Ich war in der Unternehmensberatung und Patrick in großen Konzernen tätig. Aber als Studienfreunde waren wir häufig auch gemeinsam mit unseren Frauen zusammen. Diese haben uns gerade in puncto Einrichtung auch die minimalistischen Skandi-Style näher gebracht. Bei einem gemeinsamen Brunch kam dann mangels einer hübschen Variante die Idee, schöne Salz- und Pfeffermühlen selbst zu gestalten.

Fischer: Wir haben da einfach mal losgelegt und anfangs auch vieles falsch gemacht. Wir hatten keine eigene Fabrik, aber Partner gesucht, mit denen wir nun gut zusammen arbeiten.

Was ist euch – abgesehen vom Design – wichtig zu vermitteln?

Fischer: Wir haben von Anfang an sehr viel Energie und Leidenschaft in die Entwicklung gesteckt und jeden Produktionsschritt selbst mitbetreut, um hochwertige Produkte anbieten zu können, die nicht nur schön aussehen, sondern auch langlebig und funktionell sind.

Lars Nysom

Wo werden die Lars Nysøm Produkte hergestellt?

Fritz: In der Qualität, die wir uns wünschen und zu dem Preis, den die Kunden bereit sind zu zahlen, ist die Produktion derzeit nur in China möglich.

Fischer: Dennoch legen wir großen Wert auf Nachhaltigkeit, weshalb wir mit unseren Produkten den Papp-Kaffeebecher oder Wegwerf-Mühlen entgegentreten. Darüber hinaus verwenden wir plastikfreie Verpackungen, um unseren ökologischen Fußabdruck zu reduzieren. In jedem Produktionsprozess entstehen jedoch zwangsläufig Emissionen. Gemeinsam mit ClimatePartner unterstützen wir Umweltprojekte, um diese zu kompensieren.

Bisher kann man eure Produkte nur online kaufen, wird sich das ändern?

Fritz: Unser Plan ist es, unsere Produkte ab heuer auch gezielt im stationären Handel anzubieten. Die Vorbereitungen dafür laufen bereits und wir freuen uns, dass unsere Designerstücke bald auch in ausgewählten Stores gesehen und haptisch erlebt werden können.

Fischer: Denn darauf sind wir sehr stolz: Unsere Produkte fühlen sich wirklich gut an.

Lars Nysom

Gibt es Pläne, noch weitere Wohnbereiche abzudecken?

Fritz: Wir arbeiten daran, unser Sortiment sukzessive zu erweitern und werden noch heuer Neues auf den Markt bringen. Auch Kunden kommen mit Ideen und Wünschen – etwa nach Seifenspendern – auf uns zu. Wir probieren aus und versuchen manches davon umzusetzen.

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